Mehr als eine Schachtel: Eine Branche setzt auf Innovation

Mehr als eine Schachtel: Eine Branche setzt auf Innovation

14. Juni 2016 – Der Verkauf von Verpackungen aus Papier und Karton hat von 2014 auf 2015 um 1,5 Prozent auf 2,23 Mrd. Euro zugelegt. Die Branche leidet aber unter einer Überkapazität und der schwächelnden Gesamtwirtschaft, sagten Vertreter des Branchenverbandes PROPAK am Dienstag in Wien vor Journalisten. „Wachstum wird immer mehr zum Wunschdenken“, sagte Dieter Fischer, PROPAK-Obmann und CEO von Smurfit Kappa Group Corrugated Central Europe. Den Widrigkeiten trotze die Branche durch Innovation, so eine Studie des IWI. Demnach sind 90 Prozent der 100 Mitgliedsunternehmen “innovativ” und haben in den letzten drei Jahren ein neues Produkt oder einen neuen Prozess lanciert. PROPAK_FischerFussball 
“Um bestehen zu können, müssen Unternehmen auf Innovation setzen”, so Georg-Dieter Fischer, Obmann PROPAK und CEO Smurfit Kappa Group Corrugated Central Europe.
Manchmal kann eine abgeschrägte Kante die Verpackung stabiler, billiger, ökologischer und interessanter machen. Ein moderner Zementsack muss luftdurchlässig sein, damit man ihn rasch automatisiert füllen kann, zugleich soll er wasserdicht sein, damit der Zement im Regen trocken bleibt. Und der Sack soll auch fälschungssicher sein, damit die Bauherren die Gewissheit haben, tatsächlich ein Qualitätsprodukt auf der Baustelle zu haben, erläutert Marko Schuster, Geschäftsführer von Mondi Coating. PROPAK_Schuster_Zement 
Ein moderner Zementsack muss luftdurchlässig und wasserdicht sein”, so Marko Schuster, Geschäftsführer Mondi Coating Zeltweg.
Medikamentenverpackungen wiederum müssen ab 2019 so gestaltet sein, dass der Konsument sofort erkennen kann, ob die Verpackung bereits einmal geöffnet war, sagt Andreas Blaschke, Vorstand bei Mayr Melnhof Packaging. Die Branche der industriellen Hersteller von Produkten aus Papier und Karton – kurz PROPAK – versteht sich heute als Schnittfläche zwischen Produkt und Konsument. Man musse etwa auch auf gesellschaftliche Entwicklungen wie Alterung mit größerer Schrift oder einfacheren Verschlussen – bzw. auf mehr Single-Haushalte etwa mit kleineren Verpackungen reagieren. PROPAK_Baschke1 
Bei Verpackungen für Medikamente etwa muß der Konsument sofort erkennen können, ob die Verpackung bereits geöffnet wurde”, sagt Andreas Blaschke, Vorstand bei Mayr Melnhof Packaging.
Die Branche selber klagt über die Standortbedingungen. “Mit der Burokratie wird es immer mühsamer”, so KR Mag. Georg Fischer. Zentrale Forderung sind flexible Arbeitszeiten, im Idealfall mit einem zweijährigen Zeitkonto, da man als auftragsgebundene Branche manchmal im Wochenabstand stark schwankende Auslastung habe. Weiters “druckt der Schuh bei der Gewerbeordnung, die dauern zu lange”, sagt PROPAK-Geschäftsführer Martin Widermann. (Quelle: APA, PROPAK) Der Fachverband PROPAK und die Vereinigung PROPAK Austria repräsentieren die industriellen Hersteller von Produkten aus Papier und Karton in Österreich. 100 Unternehmen verarbeiten und veredeln mit mehr als 9.500 Mitarbeitern in Österreich jährlich 1,1 Mio. Tonnen Papier und Karton zu Wellpappe, Verpackungen, Papierwaren für Hygiene und Haushalt, Büro- und Organisationsmitteln, Büchern und Broschüren sowie sonstigen Papierwaren. Fotos: © Ludwig Schedl Mehr Informationen www.propak.at PROPAK_SchneiderPodium PROPAK_Podium_Logo PROPAK_Podium2 ProPAK_WiBlatt_160615