E-Mobilität: Was Österreich von Norwegen lernen kann

E-Mobilität: Was Österreich von Norwegen lernen kann

20. September 2016 – Der Bundesverband Elektromobilität Österreich (BEÖ) spricht sich für steuerliche und finanzielle Anreize für Privatpersonen aus. Wenn in Norwegen die Elektromobilität boomt, dann hat das viel mit steuerlichen Vergünstigungen und flächendeckender Ladeinfrastruktur zu tun. Auch in Österreich gelten seit Jänner 2016 neue gesetzliche Grundlagen. So können rein elektrisch betriebene Autos, die als Firmenfahrzeuge geführt werden, von der Vorsteuer abgesetzt werden. “Was wir jetzt brauchen, sind neue (finanzielle) Anreize, damit auch Privatpersonen auf E-Mobilität umsteigen“, unterstreicht Jürgen Halasz, Vorstand des BEÖ und verweist auf das erfolgreiche Modellprojekt “e-pendler in Niederösterreich“. Drei Jahre lang hatte man zwischen Wien und Wiener Neustadt getestet, wie sich der Pendlerverkehr durch Elektromobilität klimafreundlicher gestalten lässt. Insgesamt waren 114 E-Fahrzeuge und 86 E-Bikes im Einsatz, und es wurden 167 neue E-Ladepunkte errichtet. Damit konnten pro Jahr mehr als 223 Tonnen CO2 eingespart werden.

 
“Damit Elektromobilität richtig in Schwung kommt, braucht es flächendenkend E-Tankstellen und eine gezielte Förderpolitik!” Jürgen Halasz, BEÖ-Vorstand


Norwegen, das Land mit fünf Millionen Menschen hat mit rund 100.000 E-Fahrzeugen weltweit den größten Anteil an E-lektromobilität. Neben einer Vielzahl an steuerlichen Anreizen bieten die Skandinavier ganz praktische Vorteile, wie etwa kostenloses Parken auf öffentlichen Plätzen. “Dieses Paket ist zwar nicht eins zu eins auf Österreich übertragbar, trotzdem können wir von den Norwegern lernen und aus ihren Erfahrungen Maßnahmen für eine österreichische E-Mobilitätsstrategie ableiten“, sagt Halasz. Deshalb unterstützt der BEÖ das derzeit in Ausarbeitung befindliche E-Mobilitätspaket der Bundesregierung inhaltlich und wünscht sich, dass auch “Privatpersonen finanzielle Anreize, etwa eine Kaufprämie erhalten, wenn sie auf Elektromobilität umsteigen!”. Seit eineinhalb Jahren bündelt der Bundesverband Elektromobilität Österreich (BEÖ) die Aktivitäten der elf führenden Energieversorgungsunternehmen Österreichs und setzt sich für den Ausbau eines flächendeckenden E-Ladestellennetzes ein. Derzeit gibt es 1.300 E-Ladepunkte der BEÖ-Mitglieder in ganz Österreich, bis Ende 2017 werden es 2.010 sein. Fotos: © K.Veit, Kelag, Linz Strom, VKW, Wien Energie.

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