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Barack Obama. Yes, we can.

Peter Sitte

Ja, ich gebe es zu. Auch ich verbrachte die Nacht begeistert vor dem Fernseher.

Die (internationale) Medienwelt ist begeistert vom neuen US-Präsidenten... Ich bin es auch. Das österreichische Wirtschaftsblatt schreibt „ Obamas Sieg ist ein gutes Omen für die Börse. Mit Barack Obama im weißen Haus sind die Chancen für Kursgewinne an der Wall Street statistisch gesehen höher, als sie es bei einem Wahlsieg des Republikaners McCain gewesen wären.

Und Die Presse bringt eine Reportage unter dem Titel „Als Obama Geschichte schrieb. Dieser Dienstagabend, 22 Uhr, an dem die USA den ersten schwarzen Präsidenten in ihrer 232-jährigen Geschichte wählte, ist ein solcher Moment.

„Yes, we can Freunde sein", titelt die deutsche Bild-Zeitung. Obama sei cool, fit, ehrlich, habe ein Saubermann-Image und komme aus Hawai - wo man lerne, alles ein bisschen gelassener zu sehen.

Aus Sicht der Washington Post erbt Obama „Probleme von historischem Ausmaß". Seit Franklin D. Roosevelt 1933 als neuer Präsident antrat, habe kein Präsident so große Herausforderungen meistern müssen wie Obama heute. Die Wirtschaft im eigenen Land muss belebt werden, eine neue Gesundheits- und Bildungspolitik starten, die ausufernden Finanzmärkte in Griff bekommen, die Energiepolitik neu ausrichtenden, den Irak-Krieg beenden und die Taliban in Afghanistan bekämpfen.

Das Wall Street Journal meinte: „Obamas Messianismus könnte ihm zum Verhängnis werden. Daher wäre es sinnvoll, wenn er seine Flughöhe bis zur Antrittsrede senken würde. (...) Er müsse abwägen, bevor er seine Anhänger auf eine Reise zur Sonne mitnimmt", Kurzum: Es ist ein krankes Amerika, das der neue
US-Präsident erbt."

„Obama habe zwar einen Traum, die Welt verändern werde er jedoch nicht,
vielleicht sogar noch nicht einmal die USA schreibt die russische Prawda. „Mächtige Lobbyisten kontrollieren die Strippen, die wiederum die Marionetten in Washington kontrollieren. Der neue Präsident werde schnell lernen, dass der Rest der Welt nicht an einem Raketen-Abwehrschild in Osteuropa interessiert sei, keine US-Truppen im Irak sehen möchte und auch nicht einen Wandel der Welt durch die USA befürworte.

Es ist morgens 8 Uhr, Wiener Ortszeit. Ich binde mir die Krawatte, blicke in meinen BlackBerry, klicke auf ORF on und lese: Rot-Schwarz, Einigung auf große Koalition?
Ich denke Change happens in America.


Peter Sitte

Geschäftsführender Gesellschafter

Wien, 5. November 2008

 
  

 

 

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