Neue Arval-Studie beleuchtet Spritverbrauch von Flottenautos

Neue Arval-Studie beleuchtet Spritverbrauch von Flottenautos

24. August 2018 – Ab 1. September 2018 gelten in der EU neue Verbrauchsnormen für Autos. Wie viel Kraftstoff ein Auto verbrennt, wird dann nicht mehr nach dem NEFZ-Prüfverfahren (Neuer Europäischer Fahrzyklus) gemessen, sondern nach WLTP (Worldwide har­monized Light vehicles Test Procedure). Full-Service-Leasing Spezialist Arval Austria hat dazu die Spritverbrauche von 92.000 Fahrzeugen der eigenen europäischen Flotte analysieren lassen. Die gewonnen Daten sollen Flottenmanager/innen bei der Wahl eines Fahrzeugs und des richtigen Kraftstoffs unterstützen. Die Ergebnisse sind nicht wenig überraschend: Einsparungspotenziale ergeben sich aus mehrerern Faktoren. Die Spritkosten können bis zu 30 Prozent der Gesamtkostenberechnung (Total Cost of Ownership – TCO) eines Fahrzeugs ausmachen.

180830_Arval_Studie CO2

Die Ergebnisse in Kürze

Der reale Kraftstoffverbrauch für alle Kraftstoff- und Fahrzeugarten weicht von dem derzeit veröffentlichten NEFZ-Verbrauch um 40 Prozent ab. Dies ist sogar noch mehr als die Veränderung, die sich durch den Unterschied zwischen NEFZ und WLTP ergibt. Generell sind die Expert/innen der Ansicht, dass sowohl die Werte für Liter pro Kilometer als auch CO2 beim WLTP im Vergleich zum NEFZ durchaus um über 20 Prozent höher sein können. Zwar ist der tatsächliche Kraftstoffverbrauch bei Benzinern der höchste bei den vier untersuchten Arten; die Abweichung von der OEM-Norm ist aber am niedrigsten. Wenn die Jahreskilometerleistung nicht einen bestimmten Schwellenwert überschreitet, ist Benzin häufig sehr wertvoll und sogar eine billigere und sauberere Alternative zu Diesel, insbesondere dann, wenn es mit umweltbewusstem Fahren kombiniert wird.

Diesel auf Platz 2

In der Studie liegt Diesel auf Platz zwei des hohen Verbrauchs, wenn man die tatsächlichen Liter pro 100 km heranzieht. Die allerneueste Generation von Dieselfahrzeugen kann weiterhin eine Rolle für die Firmenwagenpolitik spielen, wenn man den Kraftstoffverbrauch, CO2- und NOx-Ausstoß berücksichtigt und akzeptiert, dass die TCO-Ziele nach wie vor den wichtigsten Entscheidungsfaktor darstellen (Diesel: 5,94 l/100 km = +39 %).

Kraftstoffverbrauch bei Plug-in-Hybrid am niedrigsten

Die Abweichung von 51 % von den offiziellen Zahlen ist enttäuschend, aber bei Flotten, die Vollhybride in Betracht ziehen, ist die absolute l/100 km-Leistung sogar etwas besser als die von Dieselfahrzeugen. Vollhybrid: 5,75 l/100 km = +51 %, Plug-in-Hybride: 5,46 l/100 km = +194 %. Der Wert von 194 Prozent ist erstaunlich, aber unterstreicht wie wichtig es ist, die Batterie regelmäßig aufzuladen und wie unangemessen der alte NEFZ-Test in Bezug auf Plug-in-Hybride ist. Da im alten Testverfahren eine Reichweite von Elektroautos von rund 40 Kilometer angenommen wird, sind die offiziellen Zahlen in Bezug auf eine Fahrt ungeachtet der Länge unrealistisch. Die l/100 km-Leistung zeigt, dass Plug-in-Hybride potenziell in Bezug auf alle Kraftstoffarten unter realen Bedingungen die wirtschaftlichste Wahl sind und dass die Emissionsleistung stark ist.

Arval Kraftstoffverbaruch Benzin Diesel Hybrid

Brigitte Becksteiner-Bichler_ARVAL_©L.Schedl

Fahrstil und Fahrzeugnutzung wirken sich auf den Spritverbrauch aus

“Verbrauchsprofile sind manchmal wichtiger als die Wahl der Kraftstoffart und auch die Fahrer/innen selbst haben einen bedeutenden Einfluss auf den realen Kraftstoffverbrauch, sagt Brigitte Becksteiner-Bichler, Commercial Director bei Arval Austria. Dies ergibt sich hauptsächlich durch eine Kombination aus Fahrstil (von wirtschaftlich bis dynamisch), Fahrerprofil (innerorts bis außerorts), Fahrzyklen (hauptsächlich kurze Fahrten gegenüber hauptsächlich langen Fahrten) und Fahrzeugnutzung (Transportgewicht, Dachaufbauten, Verwendung der Klimaanlage und schließlich Reifendruck). Die Daten zeigen, dass bereits heute Benziner in der Lage sind, besser als die offizielle Norm abzuschneiden und dass für Fahrer/innen, für die ein Benzinmotor der geeignete Antrieb ist, ein umweltbewusster Fahrstil mit einem normalen oder eher sportlichen Dieselfahrer konkurrieren kann.

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Mehr Informationen zur Studie: Arval Austria Fotos: © Volkswagen, Arval, Ludiwg Schedl, com_unit