BEÖ: Das E-Auto braucht auch zu Hause Strom

BEÖ: Das E-Auto braucht auch zu Hause Strom

Zu sehr hat man bisher im ‚Modell Tankstelle‘ gedacht, wenn es um die Ladeinfrastruktur für E-Autos geht. Dabei wird zu 90 Prozent daheim oder am Arbeitsplatz geladen. Hier gibt es jedoch noch Lücken, meinen Birgitta Schörghofer und Helmut Kretzel in den Salzburger Nachrichten.

Österreichs größtes Ladenetz: 5.000 Ladepunkte

Der Bundesverband Elektromobilität Österreich (BEÖ) vertritt die Interessen von elf Energieunternehmen für E-Mobilität und sorgt für ein flächendeckendes, roamingfähiges, öffentlich zugängliches Ladenetz. Mit 5.000 Ladepunkten, davon 3.000 im BEÖ-Netz, zählt Österreich innerhalb Europas bereits heute zu den Vorreitern beim Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur.

© Pod Point
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‚Die E-Tankstelle‘ für zu Hause oder für den Arbeitsplatz!

„Um E-Mobilität noch alltagstauglicher zu machen, wollen wir als BEÖ auch das private Laden forcieren! Denn 90 Prozent aller Ladungen finden zu Hause oder am Arbeitsplatz statt. Hier brauchen wir, vor allem im urbanen Raum, dringend rechtliche Vereinfachungen“, so BEÖ Vorsitzende Ute Teufelberger.

Laden am Arbeitsplatz © Volkswagen
Laden am Arbeitsplatz © Volkswagen

‚Rechtliche Anpassungen und Vereinfachungen im Wohnrecht!

Österreichs Energieversorgungsunternehmen fordern daher rasche Anpassung im Paragraph 16 WEG: Die Errichtung und der Betrieb von Ladeinfrastruktur soll zum Katalog privilegierter Maßnahmen hinzugefügt werden. Anpassung im Paragraph 28 WEG: Die Errichtung und der Betrieb von Ladeinfrastruktur soll zu einer Angelegenheit der ordentlichen Verwaltung nach Paragraph 28 (1) WEG werden. Sowie Anpassung im Paragraph 4 MRG: Ladeinfrastruktur soll unter „Normale Ausstattung“ fallen, so Teufelberger.

Die Kraft der Elf

Die Mitglieder des Bundesverband Elektromobilität Österreich (BEÖ) sind: Energie AG Oberösterreich Power Solutions GmbH, Energie Burgenland Wärme und Service GmbH, Energie Graz GmbH & Co KG, Energie Steiermark Kunden GmbH, EVN AG, Innsbrucker Kommunalbetriebe AG (IKB), KELAG-Kärntner Elektrizitäts-Aktiengesellschaft, LINZ Strom GmbH, Salzburg AG/ElectroDrive Salzburg GmbH, Vorarlberger Kraftwerke AG (VKW), Wien Energie GmbH.