Ute Teufelberger: Wird das  E-Auto zum Stromspeicher?

Ute Teufelberger: Wird das E-Auto zum Stromspeicher?

Elektrofahrzeuge könnten in Zukunft zu Stabilisierung unsere Stromnetze beitragen, meint BEÖ-Vorsitzende Ute Teufelberger.

Um künftig größere Stromausfälle zu vermeiden, werden derzeit Lösungen diskutiert, wie etwa der Einsatz von schnellstartenden Gasturbinen, die mit Naturgas aus überschüssigem Öko-Strom betrieben werden. Doch unser Fokus muss auch auf Innovationen liegen, etwa bei der Entwicklung neuer Speicher-Technologien. Elektromobilität kann hier einen wichtigen Beitrag leisten: E-Autos als flexible Ökostromabnehmer oder etwa als kleine, dezentrale Speicher, die bei der Stabilisierung der Stromnetze helfen.

Intelligente Fahrzeuge & Ladeinfrastruktur

Erste Forschungsprojekte zeigen auf, welche Chancen es hier geben wird. Wichtig wird es sein, schon jetzt die nötigen Vorbereitungen zu treffen. Die Ladeinfrastruktur muss intelligent sein, damit die Fahrzeuge ihre Rolle zur Netzstabilisierung auch wahrnehmen können. In einem ersten Schritt würde es reichen, wenn Elektroautos bei sinkender Netzfrequenz automatisch das Laden reduzieren. Sobald E-Fahrzeuge auch  „Vehicle2Grid“ fähig sind – also in der Lage sind, den gespeicherten Strom in das Netz rückspeisen zu können – kann man sich E-Autos in Summe als ein riesiges „Speicherkraftwerk“ vorstellen. Damit gelingt uns nicht nur die ökologische Energiewende, sondern auch ein wichtiger Beitrag zu einer sicheren Energieversorgung.“

Ute Teufelberger: E-Mobilität kann einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der Stromnetze leisten. Ihr Gastkommentar erschien im aktuellen Dossier des Klima- und Energiefonds.

Der Bundesverband Elektromobilität Österreich (BEÖ) vertritt die Interessen von elf Energieunternehmen in Österreich und setzt sich für den flächendeckenden Ausbau von Elektromobilität unter Verwendung von Erneuerbarer Energie ein.