E-Mobilität im Faktencheck: Ökobilanz fällt klar positiv aus

E-Mobilität im Faktencheck: Ökobilanz fällt klar positiv aus

Das Ziel, bis 2040 Klimaneutralität zu erreichen, ist nur durch eine grundlegende Wende im Verkehrssektor möglich. Dabei ist E-Mobilität nicht die alleinige Lösung, aber ein wichtiges Puzzlestück. Immerhin hat sich die Anzahl von E-Autos hierzulande seit 2020 verdoppelt – mehr als 80.000 sind heute auf Österreichs Straßen unterwegs. In der Öffentlichkeit kursieren zahlreiche Informationen zur E-Mobilität, viele davon sind Mythen oder schlicht Falschinformationen. Um wissenschaftlich fundierte Fakten in die Diskussion einzubringen, hat der Klima- und Energiefonds in Kooperation mit dem Umweltbundesamt und dem VCÖ Antworten auf die zehn wichtigsten Fragen zur E-Mobilität in einem neuen Faktencheck zusammengestellt.

E-Fahrzeuge als klare Klimasieger

In punkto Ökobilanz ergibt die Analyse ein klar positives Bild: Betrachtet man den gesamten Lebenszyklus eine Autos– von der Herstellung, über den Betrieb und die Energiebereitstellung bis zur Entsorgung – verursachen E-Autos um bis zu 79 Prozent weniger Treibhausgas-Emissionen als vergleichbare Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. Vorausgesetzt, dass ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energiequellen eingesetzt wird. Im Faktencheck wurde auch der Punkt Rohstoffe berücksichtigt. Denn klar ist, dass alle Fahrzeuge, unabhängig von der Antriebstechnologie, in der Produktion und im Betrieb endliche Rohstoffe benötigen. Bei E-Fahrzeugen sind es vor allem Lithium und Kobalt für die Batterieherstellung, die kritisch betrachtet werden. Globale Sozial- und Umweltstandards aber auch Recyclingquoten haben zunehmend einen höheren Stellenwert in der öffentlichen Diskussion.

E-Mobilität als Puzzlestein der Verkehrswende

Die steigende Bedeutung von E-Autos wird in der Statistik der PKW-Neuzulassungen deutlich: Während 2018 der Anteil der vollelektrisierten PKW noch bei rund 2 Prozent lag, machte ihr Anteil 2021 schon 14 Prozent aus. Mit Informationen für die Bevölkerung will der neue Faktencheck diese Entwicklung unterstützen. E-Mobilität ist ein wichtiger Baustein hin zu einem emissionsarmen Verkehrsmodell der Zukunft. Lina Mosshammer, Klimaschutzexpertin des VCÖ und Mitautorin des Faktenchecks: „Um die Verkehrswende zu schaffen, müssen wir drei Strategien verfolgen: Verkehr vermeiden, verlagern und verbessern. E-Autos können vor allem im Bereich Energieeffizienz und der Reduktion lokaler Emissionen zur Verbesserung des Verkehrssystems beitragen.“

Betrachtet man den gesamten Fahrzeuglebenszyklus sowie der heimischen Stromerzeugung verursachen Elektroautos gegenüber fossil betriebenen Autos um bis 80 Prozent weniger Emissionen. Quelle: Klima- und Energiefonds, VCÖ, Umweltbundesamt, Faktencheck E-Mobilität, März 2022