E-Mobilität ist der nachhaltige Weg in die Mobilitätswende

E-Mobilität ist der nachhaltige Weg in die Mobilitätswende

Österreich zählt derzeit zu den Vorreitern für E-Mobilität in Europa. Der Bundesverband Elektromobilität Österreich appelliert an die neue Bundesregierung, fünf konkrete Maßnahmen raschest umzusetzen.

Elektroauto vor einer Ladestation

Wien Energie baut aus. Im Jahr 2020 wird es in der Stadt insgesamt 1.000 öffentliche Ladestellen für Elektroautos geben.

(c) SALZBURG AG
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Laden zu Hause einfacher machen

Der BEÖ spricht sich für eine Novellierung des Wohnrechts aus, um das Laden zu Hause zu vereinfachen. Derzeit behindern rechtlichen Hürden den Ausbau der Ladeinfrastruktur in Wohngebäuden. „Um die Klimaziele zu erreichen, müssten laut einer aktuellen Studie des AIT (Austrian Institute of Technology) täglich 360 Lademöglichkeiten errichtet werden,“ sagt Ute Teufelberger.

Befreiung von der Umsatzsteuer…

Damit E-Autos für den breiten Markt attraktiv werden, muss sich der Umstieg auch finanziell lohnen. Daher empfiehlt der BEÖ eine Befreiung von der Umsatzsteuer bei Neukauf eines E-Autos. Damit können die zum Teil sehr großen Preisunterschiede zwischen einem Verbrenner und einem E-Fahrzeug ausgeglichen werden. Weoters schlägt der BEÖ vor, die Umsatzsteuer bis zu einem Anteil von 20 Prozent der jährlichen mehrspurigen Fahrzeug-Neuzulassungen  entfallen zu lassen. Sowie die Ankaufs-Prämie für neue Elektroautos fortzuführen.

BEOE. Website {c} com_unit
BEOE. Website {c} com_unit

Maß- und Eichrecht vereinheitlichen

Der BEÖ fordert eine EU-weite, einheitliche Regelung zur Erfassung von Ladevorgangsdaten. „Da Österreich mit rund 5.000 öffentlichen Ladepunkten bereits heute eine Vorreiterrolle im Ausbau der Infrastruktur einnimmt, brauchen wir hier eine Bestandsicherung“, so BEÖ-Vorsitzende Teufelberger. „Damit einhergeht die Forderung nach Planungssicherheit, insbesondere der bestehenden Hardware (Ladestationen) sowie eine vorausschauende Regulierung“, meint Teufelberger.

E-Roaming erleichtern

Ein weiterer Punkt betrifft die Vereinfachung des Bezahlens im Ausland (E-Roaming). Hier empfiehlt die BEÖ-Vorsitzende eine gesetzliche Anpassung des Umsatzsteuergesetzes auf EU-Ebene. „Ziel muss es sein, die MOSS-Regelung (Mini-One-Stop-Shop) auch auf E-Roamingumsätze anzuwenden“, so Teufelberger. Die derzeit geltende Regelung sieht nämlich vor, dass sich jeder E-Roaminganbieter in dem Land, in dem er Leistungen erbringt, steuerlich registrieren und eine Umsatzsteuererklärung abgeben muss.

E-Busse in Aspern. Wiener Linien. Foto: Manfred Helmer
E-Busse in Aspern. Wiener Linien. Foto: Manfred Helmer

E-Busse und E-Taxis

Eine aktuelle Richtlinie des Europäischen Parlaments sieht vor, dass öffentliche Auftraggeber gesetzlich verpflichtet sind, bei der Anschaffung von neuen Straßenfahrzeugen auf die Energie- und Umweltauswirkungen der Fahrzeuge zu achten. Hier sollten die Mindestziele bis zum JAhr 2030 für leichte wie auch schwere Nutzfahrzeuge nach Möglichkeit übererfüllt werden. Auch für das Taxi- und Mietwagen-Gewerbe muß der Umstieg auf E-Fahrzeuge attraktiver werden. Hier empfiehlt der BEÖ die Förderung der Ladeinfrastruktur.

Appell an die künftige Bundesregierung

Mit dem ‚5-Punkte-Programm für Elektromobilität’ bekennt sich der BEÖ zu den Klima- und Energiezielen des Landes. „Wir appellieren an die künftige Bundesregierung den erfolgreichen Weg der Förderung von E-Mobilität als wichtige Klimaschutzmaßnahme weiter fortzuführen“, so BEÖ-Vorsitzende Ute Teufelberger abschließend.

Das detaillierte BEÖ-5-Punkte-Programm für mehr E-Mobilität hier zum Download.