Bessere Ökobilanz: Studie empfiehlt Getränkekartons

Bessere Ökobilanz: Studie empfiehlt Getränkekartons

Wer beim Kauf eines Getränks an die Umwelt denken will, kann guten Gewissens zu einem Getränkekarton greifen. Laut der neuen Studie des Instituts c7-Consult belasten Kartons die Umwelt weniger als Glas- Einweg- und Mehrwegflaschen Das betrifft insbesondere Verpackungen für gekühlte Milch. Für die Studie wurden die in Österreich verfügbaren Ein- und Mehrweg-Glasflaschen sowie PET-Flaschen und Getränkeverbundkartons für gekühlte Milch verglichen.

(c) SIG Responsibility
(c) SIG Responsibility

Mehr Transparenz durch Ökobilanz

„Ob eine Getränke-Verpackung ökologisch sinnvoll ist, entscheiden nicht nur Recyclingraten“, sagt Georg Matyk vom Verein Getränkekarton Austria, einer Vereinigung, der die drei großen Hersteller Tetra Pak, Elopak und SIG Combibloc angehören. Man muss heute vom Anfang bis zum Ende schauen, so Georg Matyk. Von der Produktion über Transport bis zum Recycling. Hier bedarf es einer Ökobilanzierung, die den gesamten Lebenszyklus betrachtet.

Georg Matyk (c) L. Schedl
Georg Matyk (c) L. Schedl

„Nicht nur Recyclingraten sind ausschlaggebend dafür, ob eine Verpackung ökologisch sinnvoll ist!“
Georg Matyk, Getränkekarton Austria

Karton vor Ein- und Mehrweg- Glas und PET

Im Endbericht der Studie weist Roland Fehringer darauf hin, dass der Getränkeverbund-Karton ökologisch snnvoll ist. In allen Wirkungskategorien weist der Getränkekarton ür gekühlte Milch deutlich bessere Werte auf als die anderen Gebinde. In der Kategorie „Klimawandel“ – der Umweltwirkung mit der höchsten Priorität – kommt der Getränkekarton auf einen ökologischen Fußabdruck von 88 g CO2-Äquivalenten pro Verpackung (ein Liter), deutlich vor der Einweg-Glasflasche (336 Gramm), Mehrweg-Glasflasche (115 Gramm) und PET-Einwegflasche (117 Gramm).

Studie: Ökobilanz von Frischmilch-Verpackungen

Verpackungen für gesunde Lebensmittel werden auch in Zukunft von großer Bedeutung sein. Die Getränkekarton-Hersteller Tetra Pak, Elopak und SIG Combibloc sind sich ihrer ökologischen Verantwortung bewusst und investieren laufend in Forschung und Entwicklung. Ihr Ziel ist es, Verpackungen anzubieten, die zu 100 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden. Erste Getränkekartons mit Verschlüssen und Beschichtungen aus Bio-Polymeren sind bereits auf dem Markt. Die Ergebnisse der Studie „Ökobilanz von Frischmilchverpackungen“ sind unter www.getraenkekarton.at kostenlos abrufbar.

Gut für die Umwelt

Getränkekartons bieten viele Vorteile. Sie sind funktional und ökologisch vorteilhaft. Sie lassen sich auch einfach recyceln. In Österreich stehen über 250.000 Gelbe Tonnen zur Verfügung. Mehr als eineinhalb Millionen Haushalte erhalten Gelben Säcke, die von der ARA direkt abgeholt werden. Nach der Sammlung kommen Getränkekartons in die Kartonfabrik. Hier werden alle Schichten voneinander getrennt. Die wertvollen Papierfasern werden herausgelöst und zu neuen Verpackungen, z.B. Umkartons, verarbeitet.