Wellpappe: Handel setzt auf ökologische Verpackungen

Wellpappe: Handel setzt auf ökologische Verpackungen

Meere voller Plastik. Mikropartikel in Flüssen und Äckern. Konsumenten und NGOs machen Druck: Lebensmittel-Hersteller und Einzelhandel suchen nach Möglichkeiten, Plastik-Verpackungen durch ökologische Alternativen zu ersetzen. Auf Initiative des Forum Wellpappe Austria trafen sich ExpertInnen aus Handel, Industrie, Politik, NGO und Wissenschaft zum Dialog über Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit am Point-of-Sale.

Viele Menschen sitzen an einem runden Tisch und reden miteinander
DAs Foto zeigt ein beschriebenes Blatt Papier

„Wellpappe ist ein 360-Grad-Kreislaufprodukt! Sagen Sie daher niemals Einweg-Verpackung dazu“,  Max Hölbl, Forum Wellpappe Austria.

Ein Runder Tisch, an dem veile Leute diskutieren
Verpackungen aus Karton für Obst und Gemüse

Grüner verpacken

Die aktuelle Diskussion über Klimawandel wirft viele Fragen auf. Was muss eine gute Verpackung in der gesamten Lieferkette heute leisten? Wann gilt sie als ökologisch nachhaltig? Und welche Lösungen überzeugen Hersteller, Handel und KonsumentInnen gleichermaßen?

Menschen an einem Tisch. Sie reden miteinander über Verpackung

„In einer Ökobilanz  werden die Auswirkungen einer Verpackung auf die Umwelt über den gesamten Lebenszyklus hinweg berechnet“,  Roland Fehringer, C7-consult.

Ökobilanz: From cradle to grave

In seiner Keynote erläuterte Roland Fehringer, Experte für Ökobilanzierung, wie die Umwelt-Auswirkungen einer Verpackung über den gesamten Lebenszyklus – vom Rohstoff über Produktion bis Entsorgung und Wiederverwertung – in einer Ökobilanz erfasst bewertet werden. Josef Peck, Geschäftsführer von LGV Sonnengemüse, sprach über die Herausforderungen, mit denen sich einer der größten Anbieter von Frischgemüse in Österreich konfrontiert sieht: Kleiner werdenden Verpackungseinheiten, Schutz des Frischgemüses vor Verderb und die damit verbundenen Investitionen und Kosten.

Eine Verpackung aus Karton

„Verpackung, die Eier legende Woll-Milch-Sau“

Zum Thema Nachhaltigkeit und Verpackungen sind sich die ExpertInnen am Runden Tisch einig: Man lernt beim Gehen. Es gibt keine one-fits-all-Lösung. Verpackungen müssen immer in Verbindung mit dem Füllgut betrachtet werden. So ist eine Verpackung für Karotten nicht mit einer für Gurken oder Äpfel zu vergleichen. Jedes Produkt ist anders; das betrifft die Hygiene, die Haltbarkeit, die Sauerstoffbarrieren und vieles mehr. Biologische Produkte sollten  ökologisch verpackt werden. Der Schutz von Lebensmitteln steht an erster Stelle, ebenso der schonende Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Und: es bedarf eines österreichweit einheitlichen Sammlungs- und Recycling-Systems.

Zwei Männer im Gespräch über Verpackung

Österreich ist Weltmeister im Altpapier-, Glas- und Metallsammeln. Um die EU-Ziele bei Kunststoff zu erreichen, liegt jedoch noch ein langer Weg vor uns, so die Meinung der ExpertInnen. HIer ist die Politik gefordert, praktikable Regularien zu entwickeln. Von der Wissenschaft und Forschung werden qualitative Datensätze und Studien erwartet, die auch den Produzenten und dem Handel aktuell zur Verfügung gestellt werden.

Wellpappe: Die 360-Grad-Verpackung

Wellpappe überzeugt bereits heute auf vielen Ebenen: Der Packstoff  ist von Natur aus nachhaltig, besteht zur Gänze aus nachwachsendem Materialien und punktet mit einer Recycling-Quote von bis zu 98,9 Prozent! Wellpappe wird für Waren aller Art eingesetzt: Ob als schützende Transport-Verpackung, moderne Obst- und Gemüsesteige, attraktives Verkaufs-Display und praktische Shelf Ready-Verpackung im Supermarkt. „Wellpappe ist ein 360-Grad-Kreislaufprodukt! Sagen Sie daher niemals Einwegverpackung dazu“, so Max Hölbl.

Viele Menschen auf einem Foto