PROPAK-Industrie: Nachhaltig, innovativ, krisenfest

PROPAK-Industrie: Nachhaltig, innovativ, krisenfest

Die Papier und Karton verarbeitende Industrie kam stabil durch das Pandemie-Jahr und ist bereit für den Aufschwung. Der Fokus liegt auf Kreativität, Nachhaltigkeit und Innovation.

Georg-Dieter Fischer: „Die PROPAK Industrie ist eine nachhaltige und innovative Branche. Wir sind bereit für den Aufschwung!“ Foto: com_unit/APA/Schedl

Stabil dank Online-Handel

Während die Wirtschaft in Österreich im Jahr 2020 aufgrund von COVID-19 einen massiven Einbruch (-6,6 Prozent) erlitt, konnten die 85 Unternehmen der PROPAK Industrie wertmäßig mit einem Rückgang von nur 0,2 Prozent auf 2,4 Mrd. Euro stabil abschließen und bei der Menge sogar um 1,6 Prozent auf 1,2 Millionen Tonnen zulegen. Für das gute Abschneiden war vor allem der Online-Handel verantwortlich. Quelle packaging-journal

Andreas Blaschke, Vorstand Mayr Melnhof AG: „Mit der Novelle zum AWG sehen wir Markteingriffe zu Lasten unserer erprobten Kreislaufwirtschaft!“  Foto: com_unit/APA/Schedl

Corona-Impfung als Game-Changer 

Die volkswirtschaftliche Analyse für das Jahr 2020 zeigt, dass globale Wirtschaftskrisen kleine, hochvernetzte Volkswirtschaften wie Österreich besonders schmerzlich treffen. „Das Wegbrechen internationaler Lieferketten sowie umfangreiche Reisebeschränkungen führten zu teilweise dramatischen Rückgängen der Exporterlöse“, sagt Doris Ritzberger-Grünwald, Direktorin der Hauptabteilung Volkswirtschaft der OeNB. Laut Ritzberger-Grünwald, ist die Corona-Impfung der Game-Changer der Pandemie. „Wir gehen davon aus, dass es in Österreich keinen weiteren Lockdown braucht, der so viel an Wirtschaftskraft gekostet hat.“  Ritzberger-Grünwald erwartet, dass Österreichs Wirtschaft heuer um 3,5 bis 4 Prozent wachsen wird.

Doris Ritzberger-Grünwald, Direktorin Volkswirtschaft, OeNB:„Was uns derzeit Sorgen macht, ist der fundamentale Anstieg der Rohstoffpreise.“ Foto: com_unit/APA/Schedl

Stabile Beschäftigung, Mangel an Fachkräften

„Die Corona-Pandemie hat den Mangel an Fachkräften in unserer Branche nur vorübergehend gedämpft“, berichtet Marko Bill Schuster, COO von Mondi Functional Paper and Films. Trotz hoher Arbeitslosigkeit geben 80 Prozent der Unternehmen in einer aktuellen Umfrage an, dass die Verfügbarkeit insbesondere von Fachkräften schwierig ist, 20 Prozent können qualifizierte Jobs derzeit tendenziell nicht nachbesetzen. Zurzeit bildet die Industrie 224 Lehrlinge in 18 verschiedenen Berufen aus.

Marko Bill Schuster, COO Mondi Functional Paper and Films: „Die Pandemie hat den Mangel an Fachkräften in unserer Branche nur vorübergehend gedämpft!“ Foto: com_unit/APA/Schedl

Versorgungssicherheit

Die Pandemie ist Treiber der Transformation, die den Betrieben angesichts der unterschiedlichen Anforderungen zwischen Produktion und Administration viel Kraft und Kreativität abverlangte. Die Definition von Präventionsmaßnahmen wurde vom Fachverband PROPAK durch einen COVID-19-Guide für die Branche unterstützt.

Arnold Tautermann-Bichler „Unser oberstes Ziel war es, die Produktion aufrechtzuerhalten und die Gesundheit unserer Mitarbeiter:innen zu schützen.“

Bereit für den Aufschwung

Die Mehrheit der Unternehmen rechnet laut PROPAK für 2021 mit einem soliden Wachstum. Allerdings sind die Firmen durch eine enorme Kosteninflation konfrontiert. PROPAK-Obmann Fischer: „Die Zeiten sind herausfordernd, aber die PROPAK Industrie ist eine nachhaltige und innovative Branche und bereit für den Aufschwung.“

PROPAK: nachhaltig, innovativ, systemrelevant 

Der Fachverband PROPAK und die Vereinigung PROPAK Austria repräsentieren die industriellen Hersteller von Produkten aus Papier und Karton in Österreich. 85 Unternehmen verarbeiten und veredeln mit rund 8.710 Mitarbeiter:innen in Österreich jährlich rund 1,2 Mio. Tonnen Papier und Karton zu Wellpappe, Verpackungen, Papierwaren für Hygiene und Haushalt, Büro- und Organisationsmitteln, Büchern, Broschüren, Tipping Paper sowie sonstigen Papierwaren.

Mehr Informationen auf PROPAK Website

Susanne Wegscheider, Managing Partner com_unit: „PROPAK: eine Industrie mit Zukunft!“ Foto: com_unit/APA/Schedl