Projektmanager Rainer Svacinka: ‚Weniger ein Beruf, mehr ein Lebensstil‘

Projektmanager Rainer Svacinka: ‚Weniger ein Beruf, mehr ein Lebensstil‘

Projektmanager*innen wie Rainer Svacinka sind gefragt. Als zertifizierter Projektmanager (Level C) verantwortet er nationale und internationale Projekte für Forschung, Bildung und entwicklung im Bereich Lebensmittel.

Was steht auf Ihrer Visitkarte?

Rainer Svacinka, CEO, SUMO Technologies Ltd.

Wir sieht Ihr Werdegang aus?

Nach dem Studium der Lebensmittel- und Biotechnologie startete ich meine Karriere als Consultant und Forschungsprojektmanager bei einer Consulting Firma. Ab 2012 begann ich meine Anstellung auf Teilzeit zu reduzieren, unterstützte eine Zeitlang einen Verein im Bereich Getreideforschung, und begann mich mit meiner Tätigkeit selbständig zu machen. Seit 2015 berate, entwickle und manage ich selbstständig Projekte für Forschungs- und Bildungspartner in Österreich, Deutschland, Niederlande, Frankreich, Italien und aktuell auch in Südostasien. Seit 2018 bin ich CEO von sumo Technologies GmbH, die Software im Bereich Weiterbildung entwickelt. Nebenbei unterrichte ich angewandtes Forschungsprojektmanagement am FH Campus Wien sowie an der Uni Wien.

„Projektmanagement ist weniger ein Beruf, es ist eine Art Lebensstil“, Rainer Svacinka, SUMO Technologies

Was macht den Beruf Projektmanager so besonders?

Projektmanagement ist weniger ein Beruf, es ist eine Art Lebensstil! Er ermöglicht einem, Ideen aufzugreifen und daraus etwas tatsächlich Realisierbares zu machen. Man nimmt diese teilweise fantastischen Ideen, gießt sie in einen verständlichen, definierten Rahmen, strukturiert etwaige Komplexität, definiert managebare Aktivitäten und Ziele und macht somit das Ganze umsetzbar und den Erfolg messbar. Und wenn man dann sieht, wie diese Ideen dann tatsächlich nach Plan Realität werden, ist das faszinierend und befriedigend.

Welche Fähigkeiten brauchen erfolgreiche Projektmanager*innen?

Kommunikationsfähigkeiten sind mit Abstand das Wichtigste, damit beugt man vielem vor und löst das meiste andere. Weiters ist es wichtig, die Balance zwischen Verständnis, Mediation und Führungsvermögen zu schaffen. Für mich war es immer auch wichtig, bis zu einem gewissen Maße ein Generalist zu sein und sich für viele Bereiche zu interessieren bzw. zumindest ein grundlegendes Wissen anzueignen.

 Gibt es ein „Lieblingsprojekt“ bzw. eines, das für Sie speziell war? Was war das Besondere aus Sicht des Projektmanagements daran?

Wir haben gerade ein Bildungsprojekt in Thailand abgeschlossen, bei dem es um Weiterbildung im Getränkebereich ging. Die größte Herausforderung war sicherlich der Kulturunterschied und herauszufinden, was das Projektteam motiviert bzw. wo die Grenzen des kulturell bedingten respektvollen Umgangs liegen. Gleichzeitig sind Thailänder sehr „playful“ und extrem offen gegenüber Neuem, was oftmals die Kommunikation als auch die Zusammenarbeit auflockerte.

Wie wichtig ist eine PM-Zertifizierung für Ihre Arbeit?

So wie bei vielen Sektoren ist die Arbeit des Forschungsprojektmanagers sehr individuell und weicht oft von den „Standards“ im Projektmanagement ab. Die PM-Zertifizierung steht für das solide Fundament, den gemeinsamen Nenner, auf den ein jeder Projektmanager zurückgreifen kann bzw. von dem aus sich nach branchenindividuellem Bedarf weiterentwickeln kann.

www.sumo-technologies.com

www.linkedin.com/in/rainer-svacinka-0a3b9051

Danke für das Interview.
Susanne Wegscheider, com_unit