|   11.01.2023

Reicht der Strom, hält das Netz?

Andreas Reinhardt ist Vorsitzender des Bundesverband Elektromobilität Österreich. Er spricht über den Strombedarf für E-Autos und warum Norwegen bei der E-Mobilität vorne wegfährt.

Was würde passieren, wenn plötzlich alle Autos in Österreich mit Strom fahren?
Die Bewohner:innen von Wien, Linz und Graz würden die Fenster aufreißen und sich über die Ruhe und die unbelastete Luft freuen und einmal durchatmen. Die Tankstellen würde sich um PV-Anlagen kümmern und neue Ladestellen errichten. Die Abhängigkeit von Öl aus Ländern, die nicht unsere Werte teilen, würde zurückgehen, weil wir den Strom in Österreich aus erneuerbaren Quellen selber produzieren. Eine schöne Vorstellung!

Wenn nur die Hälfte aller Autos mit Strom fahren, ab wann wäre das möglich?
In Österreich haben wir derzeit 5,1 Millionen PKW. Bis wir die Hälfte der Fahrzeuge durch E-Autos ersetzt haben, ist ausreichend Zeit die Stromnetze zu erweitern. In Wohnanlagen, die mit Tiefgaragen gebaut werden, haben wir heute bereits intelligente Ladesysteme, um mehrere E-Autos gleichzeitig laden zu können. Norwegen ist uns sieben Jahre voraus, dort kann man sich das heute schon anschauen.

Wie kann die Mobilitätswende in Österreich gelingen?
Vieles geht immer noch viel zu langsam. Etwa die Verteilung zwischen öffentlichem Verkehr, PKW, Fahrrad und Fußgänger – die verändert sich kaum! Wir haben noch einen weiten Weg vor uns, bis wir von einer sichtbaren Mobilitätswende reden können. Nichts desto trotz: Wir bleiben dran. Das Interview mit Andreas Reinhardt in voller Länge lesen Sie im KURIER/Motor hier.

Mehr über Elektromobilität, Zahlen, Daten und Fakten lesen Sie hier.

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