BEÖ: Klimaschutz und E-Mobilität dürfen nicht auf der Strecke bleiben

BEÖ: Klimaschutz und E-Mobilität dürfen nicht auf der Strecke bleiben

Noch vor der Krise zählte Österreich zu den Vorzeigeländern für Elektromobilität: Die Neuzulassungen von E-Fahrzeugen stiegen Monat für Monat kontinuierlich an und die Ladeinfrastruktur wuchs auf über 5.000 Ladepunkte. Ende März 2020 meldete die Statistik Austria erstmals leicht rückläufige Zahlen bei den Neuzulassungen.

Leichter Rückgang bei den Neuzulassungen. Im ersten Quartal wurden 2.428 vollelektrische Fahrzeuge neu angemeldet; um 4,5 Prozent weniger als im Vergleichsquartal des Vorjahrs. Doch insgesamt stieg der Anteil der Elektrioautos auf 4,4 Prozent aller Neuzulassungen an.

Elektroauto vor einer Ladestation

Ute Teufelberger, BEÖ, im VideoTalk

Rückgang an der Strom-Ladesäule

Im Zuge des vierwöchigen Lockdown kam es zu einem deutlichen Rückgang der Mobilität insgesamt. Die Menschen blieben zu Hause, arbeiteten im Home-Office und reduzierten ihre (E-)Autofahrten. „In dieser Zeit war Österreichs größtes und dichtestes Ladenetz uneingeschränkt in Betrieb, auch wenn die Nutzung je nach Region um 40 Prozent, zum Teil sogar bis zu 70 Prozent, zurück ging“, sagt Ute Teufelberger, Vorsitzende des Bundesverband Elektromobilität Österreich (BEÖ). Das ergab eine im April durchgeführte Blitzumfrage unter den Partnerunternehmen des BEÖ.

„Klimaschutz und nachhaltige Mobilität müssen auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen!“
Ute Teufelberger, BEÖ-Vorsitzende

Klimafreundlich und e-mobil aus der Krise

Die österreichischen Energieunternehmen haben in den letzten Jahren massiv in den Ausbau der Ladeinfrastruktur investiert. „Wir sehen Elektromobilität aus Erneuerbarer Energie als einen wichtigen Baustein, um gestärkt aus der Krise zu gehen“, Mit seinem 5-Punkte-Programm ‚Für mehr E-Mobilität in Österreich’ bekennt sich der BEÖ zu den österreichischen Klima- und Energiezielen 2030. Es enthält konkrete Vorschläge, wie zum Beispiel notwendige rechtliche Anpassungen im Miet- und Wohnrecht. „Jetzt geht es darum die Weichen zu stellen, um den erfolgreichen Weg der Elektromobilität in Österreich weiter fortzuführen“, so Ute Teufelberger abschließend.

Österreich fährt elektrisch. Waren im Februar 2020 noch 31.016 rein elektrisch betriebene E-Pkw unterwegs, so sind es mit Stand März 2020 mittlerweile 31.667. Das sind 0,6 Prozent des gesamten Pkw-Bestands in Österreich. Quelle: BEÖ-Statistik. Daten: Statistik Austria

BEÖ: Mit der Kraft der Elf

Der Bundesverband Elektromobilität Österreich (BEÖ vertritt die Interessen von elf Energieunternehmen in Österreich und setzt sich für den flächendeckenden Ausbau mit Elektromobilität unter Verwendung von Erneuerbarer Energie in Österreich ein. Zu den Aufgaben des BEÖ gehört die Verbesserung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Ausbau der E-Mobilität in Österreich als nachhaltiges und zukunftsweisendes Mobilitätskonzept. Die Mitglieder des BEÖ sind: Energie AG Vertrieb GmbH, Energie Burgenland Wärme und Service GmbH, Energie Graz GmbH & Co KG, Energie Steiermark Kunden GmbH, EVN AG, Innsbrucker Kommunalbetriebe AG (IKB), KELAG-Kärntner Elektrizitäts-Aktiengesellschaft, LINZ Strom GmbH, Salzburg AG, illwerke vkw AG (vkw), Wien Energie GmbH. www.beoe.at