So viel Freiheit wie möglich. So viel Hilfe wie notwendig.

So viel Freiheit wie möglich. So viel Hilfe wie notwendig.

Wien, 4. Dezember 2018 – Wer steht zur Seite, wenn man selbst nicht mehr entscheiden kann? Wer vertritt Ihre Interessen im Krankheitsfall? Mit 1. Juli 2018 gilt das Erwachsenenschutzgesetz. Es regelt die Vertretung und den Schutz von Erwachsenen, die aufgrund einer psychischen Krankheit oder kognitiven Beeinträchtigung in ihrer Entscheidungsfähigkeit eingeschränkt sind.

Das neue Gesetz
Das Erwachsenenschutzrecht stellt die Autonomie, Selbstbestimmung und Entscheidungshilfe für die Betroffenen in den Mittelpunkt. Ziel ist es, die Selbstständigkeit jeder Person solange wie möglich aufrechtzuerhalten und sie in ihren täglichen Angelegenheiten zu unterstützen. Mit dem Gesetz wurden auch die Aufgaben des NÖ Landesvereins erweitert. „Nun gibt es ein verpflichtendes Clearing in jedem Verfahren noch bevor ein Erwachsenenvertreter festgelegt wird“, sagt Anton Steurer, Geschäftsführer des NÖ Landesvereins für Erwachsenenvertretung.


zursache Erwachsenenschutz
Der NÖ Landesverein für Erwachsenenschutz ist eine Social-Profit-Organisation, die vom Bundesministerium für Verfassung, Reformen, Deregulierung und Justiz gefördert wird. Seine Aufgabe ist es, den Gerichten gut ausgebildete Erwachsenenvertreter/innen und Bewohnervertreter/innen zur Verfügung zu stellen. Der Verein beschäftigt 130 Mitarbeiter/innen und 200 ehrenamtliche Erwachsenenvertreter/innen. Diese führen Beratungen, Clearings und Schulungen durch und überprüfen die Freiheitseinschränkungen in Alten-, Pflege- und Behinderteneinrichtungen, in Einrichtungen der Pflege und Erziehung Minderjähriger sowie von Patient/innen in Krankenanstalten. Einmal im Jahr erscheint die Fachzeitung zursache. Sie wird von com_unit redaktionell und grafisch umgesetzt.


Mehr Informationen über die Arbeit des NÖ Landesverein für Erwachsenenschutz hier